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Die Hotspots der Algarve

Präsentiert von: Muchosol

Traumhafte Strände, mächtige Felsformationen und romantische Hafenstädte an der Atlantikküste, das ist die berühmte Algarve. Wir stellen dir die 5 Hotspots der Region im Süden Portugals vor und führen dich durch das Nachtleben, die Sehenswürdigkeiten und Entspannungsmöglichkeiten.

 Strand in Ferragudo

Faro ist die Hauptstadt der Algarve und die östlichste unserer Top 5. Die interessantese Sehenswürdigkeit ist die Kirche Nossa Senhora do Carmo, eine Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert. Ihre Besonderheit ist die furchteinflößende Capela dos Ossos, die Knochenkapelle, in der tausende Gebeine und Schädel zu Wanddekorationen verarbeitet wurden. Das Museu Marítimo am Hafen von Faro demonstriert die Wichtigkeit der Schiffahrt für die Region und beherbergt einige sehr bekannte Schiffe und Funde. Am Besten man miete sich ein Ferienhaus in der Algarve, um für maximalen Komfort zu sorgen.

 Boote ankern in einer Algarvebucht

30 Kilometer weiter westlich befindet sich Albufeira, eine Stadt mit 2000 Jahre alter Geschichte und Kultur. Die Erdbeben, Tsunamis und blutigen Kriege haben ihre Spuren hinterlassen, die der Altstadt jedoch einen einzigartigen Charme verleihen und die verwinkelten Gassen noch mystischer erscheinen lassen. Eine kleine Erkundungstour durch die Straßen des historischen Zentrums sind also unerlässlich und werden dich in die Vergangenheit zurück versetzen.

Silves mit maurischer Burg

Das Städtchen Silves liegt weiter im Landesinneren, hat aber mindestens genauso viel zu bieten und kann ohne weiteres von deiner Ferienwohnung in der Algarve aus erreicht werden. Das maurische Castelo dos Mouros mit seinen auffallenden roten Sandsteinmauern wacht hoch über der Stadt und gilt als das Wahrzeichen von Silves. Eine etwas andere Attraktion ist das Kork Museum in der alten Englischen Fabrik, wo man von der Herstellung bis zum Verkauf alle Prozesse durchlaufen kann.

 Altstadt von Portimão

Portimão ist bekannt für seine bezaubernden Strände und berühmt für den luxuriösen Yachthafen. Sehenswert ist auch die Festung Forte Santa Catarina, eine Burg die bemerkenswert in die Hügel und das Stadtbild Portimãos integriert ist. Im Westen angekommen stoßen wir auf Lagos. Bewegend ist ein Besuch des Praça da República auf dem sich einst der Sklavenmarkt befand und der Kirche Igreja do Santo António, die mit einem vergoldeten Barockaltar und einer illusionistischen Decke ausgestattet ist.

Bummel durch Lagos

Strände

Die Algarve ist voll von märchenhaften Stränden. Für die, die das Abenteuer lieben ist der Praia das Furnas nahe Portimão mit seinen Steilküsten und Grotten der perfekte Ort. Romantische Sonnenuntergänge und vertraute Zweisamkeit bieten dir Praia do Castelo und Praia de Salgados in Albufeira. An der Küste von Lagos findet man den malerischen Praia de Luz flaniert von süßen Häuserreihen, an dem man auch im Winter noch bedenkenlos spazieren kann. Ein besonderer Strand ist der Praia da Barreta, ein menschenleeren Sandstrand auf der Insel Ilha Deserta vor Faro, der mit einer Fähre schnell erreichbar ist.

 Praia da Rocha

Nachtleben

Faro ist durch ihre Studenten eine sehr junge Stadt und hat so einige Bars und Clubs im Angebot wohin gegen Vilamoura bei den Einheimischen beliebter ist. Wer es lieber Nobel mag ist in Quinta do Lago richtig, um in Ruhe ein Glas Champagner zu schlürfen. An den Häfen von Lagos, Portimão, Albufeira und Vilamoura kann man bis spät in die Nacht der Promenade entlang spazieren und sich in einem der unzähligen Lokale einen Absacker gönnen. In Lagos und Vilamoura werden das ganze Jahr über Livemusik und Jazzverantstaltungen geboten. In den Casinos von Vilamoura und Monte Gordo kann man sein Glück auf die Probe stellen und ein paar nervenaufreibende Stunden verbringen.

 In Alvor gibt es eine reiche Auswahl an Bars und Restaurants

Entspannung

Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, sollte sich in einem der Spas in der Algarve verwöhnen lassen. Im Meditationszentrum Moinhos Velhos in Lagos kann man sich einer Entgiftungskur entziehen und im Monte Mariposa bei Tavira Reiki, Yoga oder Tai Chi ausprobieren. In der Nähe von Silves mitten in den Wäldern entdecken wir den Kurort Caldas de Monchique, der in Sachen Wellness und Verwöhnung bestens ausgestattet ist und wie eine kleine Oase wirkt.

Portugal

Das Land am Atlantischen Ozean weist in seiner Entwicklung eine abwechslungsreiche Geschichte auf, die mit der restlichen Iberischen Halbinsel einiges gemeinsam hat.

Santuário de Fátima

Vorgeschichte

Ab 2000 v. Chr. wanderten die nordafrikanischen Iberer ein. Später siedelten sich die Phönizier an, deren Herkunft im nördlichen Israel und südlichem Libanon lag, und setzten an der Mündung des Tejo den Grundstein für das spätere Lissabon. Griechen gründeten zahlreiche Kolonien, zeitgleich wanderten auf der Iberischen Halbinsel Kelten ein. Die Vermischung der Kelten und der ursprünglichen Bevölkerung führte zur Bildung der Keltiberer. Hiervon sonderte sich der Stamm der Lusitanier ab und wurde im Westen sesshaft. Von ihnen kommt der römische Name Portugals. Später errichteten die Karthager Stützpunkte in Portugal.

Ponta da Piedade bei Lagos

Um Christi Geburt bis Staatsgründung

Lusitania wurde von Cäsars Truppen befriedet und blieb bis zur Völkerwanderungszeit rund 500 Jahre römisch. Es umfasste das heutige Portugal und Teile des östlich angrenzenden Spaniens. Ab 400 n. Chr. besiedelten eine Reihe germanischer Stämme das Land, wie die Sueben, die sich in Nordwestspanien und Nordportugal lange hielten. Auch Westgoten und Vandalen gründeten Königreiche, und von letzteren leitet sich der Name der spanischen Nachbarprovinz (V)Andalusien ab.

In Silves stehen die Kathedrale und eine maurische Burg dicht beieinander

Mit der Eroberung durch die Mauren im Jahre 711 wurde das Kalifat von Cordoba gebildet, zu dem auch Portugal gehörte. Die Rückeroberung, örtlich Reconquista genannt, begann im Zuge der Einnahme Coimbras durch König Fernando I. von Kastilien und Léon im Jahre 1064. Diese Grafschaft erhielt den Namen Portucale, der später auf den heutigen Staat ausgedehnt wurde. Der erste portugiesische König wurde Ritter Heinrich von Burgund. 1250 war die Reconquista mit der Eroberung der Algarve abgeschlossen. In Folge verlegte man die Hauptstadt von Coimbra nach Lissabon. So wie die Landesgrenzen damals gezogen wurden, sind sie, bis auf kleine Abweichungen, noch heute. Portugal ist daher einer der ältesten Staaten der Welt.

Fischkutter vor dem Forte de São João do Arade

Seemacht und Kolonialzeit

Die guten wirtschaftlichen Bedingungen und die gesicherte Existenz des Landes setzten den Grundstein für Portugal als spätere Kolonialmacht. Heinrich der Seefahrer begründete eine Schule für Weltumsegler in Sagres und organisierte von dort aus seine Entdeckungsreisen. So gelangte man nach Madeira, zu den Azoren, den Kapverdischen Inseln und zum Senegal. Später kamen Schiffsladungen mit Sklaven in Europa an, wobei Lagos an der Algarve eine wichtige Rolle im Menschenhandel einnahm. Vasco da Gama entdeckte schließlich einen Seeweg nach Kalkutta, und so wurden hier Niederlassungen gegründet. Mit der Entdeckung Brasiliens um 1500 baute Portugal seine Macht wesentlich aus, christianisierte die dortige Bevölkerung und siedelte eigene Leute an, die große Vorkommen an Edelmetallen fanden und das Mutterland reich und berühmt machten. Nach einer großen Zeit erklärte sich Brasilien 1822 für unabhängig.

Wilder Atlantik bei Praia da Rocha

Das moderne Portugal

1910 wurde der König entmachtet und Portugal zur Republik. 1926 kam das Militär durch einen Putsch an die Macht, wo mit António de Oliveira Salazar bis 1968 ein faschistischer Herrscher das Land praktisch allein regierte. Nach der Neutralität im Zweiten Weltkrieg wurde Portugal 1949 Mitglied der NATO. 1961 brach ein Kolonialkrieg aus. Salazars Nachfolger, Marcello Caetano, regierte das Land ähnlich diktatorisch, bis es 1974 zur "Nelkenrevolution" und damit zum Ende der Diktatur kam. Es folgte die Unabhängigkeit aller Kolonien bis auf Macao. Seit 1986 ist Portugal Mitglied der EG. 1998 fand in Lissabon die Weltausstellung EXPO statt. 1999 verabschiedete sich Macao von Portugal und fiel an China. 2004 wurde der Portugiese Barroso zum Präsidenten der Kommission der Europäischen Union ernannt.

Mein Tag in Lissabon

Ein Erlebnisbericht

Mitten in der Nacht fuhren wir mit dem doppelstöckigen Bus von Lagos nach Lissabon. Die Tickets hierfür kann man in einem Reisebüro in der Stadt kaufen. Der Bus hält am Beginn der Strecke noch in zahlreichen anderen Orten und nimmt dabei meist Arbeiter auf, die in der Hauptstadt zu tun haben. Man kann zwar während der Fahrt schlafen, aber es empfiehlt sich, nicht ganz unausgeruht zu reisen. Vor allem, wenn man in Lissabon noch einen langen Tag vor sich hat.

 Startpunkt unseres Ausfluges: Lagos

Am frühen Morgen kamen wir kurz vor 6 Uhr am Fernbahnhof an. Dieser liegt am Stadtrand, eine Fahrt mit der Metro ist deshalb vonnöten, um ins Zentrum zu gelangen. Ein Schnellcafé hatte schon geöffnet, wir warteten im oberen Bereich der Anlage, bis dort etwas aufmachte und frühstückten ein Schokocroissant mit Kaffee. Anschließend ging es mit der Metro ins Zentrum. Der Kauf einer Fahrkarte wäre für mich, des Portugiesischen nicht mächtig, an dem Automaten etwas umständlich gewesen. Es gibt für Bahnen und Busse innerhalb der Stadt getrennte Tarife.

 Stadttor mit Blick zur Rua Augusta

Wir mussten einmal umsteigen, man kann sich dabei an den Tafeln in der U-Bahn orientieren. In der Stadtmitte angelangt, war kurz vor 7 Uhr alles wie leergefegt. Wenig Menschen befanden sich in den Fußgängerzonen rund um die Rua Augusta, die Tische und Stühle der Cafés standen noch unbenutzt da. Durch das Stadttor liefen wir zur Praca do Comercio zum Rio Tejo. Hier beginnen die Stadtrundfahrten für Touristen. Wir entschlossen uns zur Königsburg zu laufen, dem Castelo de Sao Jorge. Es ging steil hinauf, der Blick den man auf halber Strecke auf Lissabon genießen kann, belohnte uns.

Blick vom Kastell auf Lissabon

Mitten in der Altstadt Alfama, wo sich die schönen rebenberankten Häuser befinden, erwartete uns etwas später die Kathedrale, wo schon eine Menge Touristen waren. Sie machten wie wir eine kleine Besichtigung. Weiter ging es immer den Berg hinauf, bis wir am Castelo angekommen waren. Entlang der Mauer liefen wir in den Park, wo die alten Kanonen herumstehen und der Blick auf die portugiesische Hauptstadt am schönsten ist. Für den Weg zurück benutzten wir die alte Straßenbahn, die sehr eindrucksvoll ihren Weg durch die engen Gassen meistert.

 Panorama auf Lissabon

Die Metro brachte uns zum Shopping Center Vasco da Gama, ein gelungener Bau, der mit Tageslicht beleuchtet ist. Hier gibt es wirklich alles, eine Unmenge an Geschäften, Cafés und ein Großkino. Auch bei den Restaurants herrscht eine reiche Auswahl, ob chinesisch, italienisch, landestypisch oder international, es ist alles dabei. Unser Mittagessen nahmen wir auf der schönen Terrasse ein, mit Blick über den Tejo, bei strahlendstem Sonnenschein des späten Septembers. Es war vorzüglich, aber nicht ganz billig.

Im EXPO-Park

Zu Fuß machten wir uns danach auf zum EXPO-Park der Weltausstellung 1998, was wirklich ein sehr weitläufiges Gelände ist. Am Ende gelangten wir zum Ozeanarium, einem wirklich lohnenden Objekt, das Einblick in die unterseeische Tier- und Pflanzenwelt gibt. Man kann für den Eintrittspreis einen großen Rundgang durch die abgedunkelten Räume machen, und wird staunend wieder hinauskommen. Schließlich handelt es sich auch um das größte Ozeanarium ganz Europas ! Anschließend stöberten wir noch durch den schönen Shop, der sich im Haus befindet, und fuhren wieder in die City.

Abends hatten wir viel erlebt und waren glücklich, wieder in den Bus zu steigen, der uns zurück nach Lagos brachte.